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Der systemische Lupus erythematodes (kurz SLE oder Lupus genannt) gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Das sind Krankheiten, bei denen sich das Immunsystem, was eigentlich zum Schutz des Körpers vor Krankheiten (Bakterien, Viren, Infekte...) da ist, fälschlicherweise gegen den eigenen Körper richtet.

Das Immunsystem bildet Antikörper, die körpereigenes Gewebe als fremd ansehen und sich so gegen einzelne Gewebestrukturen richten - sie werden Autoantikörper.

Die Antikörper gelangen über die Blutbahn in alle Körperregionen und können dort dann erhebliche Schäden anrichten und Entzündungen hervorrufen, indem sie sich gegen einzelne Organe wie Niere, Leber, Zentrales Nervensystem etc. richten.

Das ist auch der Grund, was den Systemische Lupus so unkalkulierbar macht. Jeder Krankheitsverlauf ist anders und er kann potenziell viele Organe und Organsysteme in Mitleidenschaft ziehen - quasi den kompletten Körper - darum "systemisch".

Es kann zu chronischen Entzündungen kommen, in Gelenken, Muskeln, Organen, Schleimhäuten, Haut, Bindegewebe, Hirn und an den Wänden der Blutgefäße (das ist dann eine Vaskulitis).

Lupus gehört zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen und dort widerum zur Untergruppe "Kollagenosen".

Gerne gesellen sich mehrere Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis und Diabetes Typ 1 u.a. dazu.

Lupus verläuft oft schubweise, kann aber auch progressiv verlaufen. Einige Symptome tauchen bei vielen Erkrankten auf, andere sind eher die Ausnahme. Die Beschwerden sind wahnsinnig vielfältig und noch lange nicht ausreichend erforscht.

In Deutschland sind derzeit ca. 40000 bis 60000 Menschen an Lupus erkrankt, wobei mehr Frauen als Männer betroffen sind.

Lupus ist NICHT ansteckend, kommt aber in Familien gerne gehäuft vor und kann in jedem Alter auftreten.

Ihren Namen bekam die Erkrankung bereits im 12. Jahrhundert von dem Lombarden Roger Frugardi. Lupus ist die lateinische Bedeutung für Wolf (die Narben der Erkrankten glichen Wolfsbissen) und erythematodes bedeutet errötend und weist auf das häufig bei Lupus auftretende Schmetterlingserythem im Gesicht auf, bei dem die Wangen, oft auch Nase, Stirn und Kinn von leicht rot bis dunkelrot und quaddelig sein können. Oft verstärkt sich das Erythem unter Stress und vor allem bei Sonneneinstrahlung und Wärme.

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